Dem Finanzkapital in Frankfurt kräftig in den Arsch treten!
Es ist soweit - heute kommen tausende AntikapitalistInnen und KapitalismuskritikerInnen nach Frankfurt/Main, dem Herz des europäischen und deutschen Finanzkapitals. Ziel der mehrtägigen Protesten ist eine Blockade der Europäischen Zentralbank und mehrere kleinere und kreative Protestaktionen, Konzerte und Workshops. Am Samstag werden die Protesttage dann von einer internationalen Großdemonstration abgeschlossen.
Das Totalverbot der Proteste sowie die präventive Räumung des Occupy-Camps zeigt, dass die Proteste richtig gesetzt sind. Eine Blockade der EZB auch nur an einem Tag würde den europäischen und globalen Finanzmarkt in Arbeitsunfähigkeit versetzen - und damit die Banken und Konzernen in ein finanzielles Desaster schicken.
Die SDAJ Giessen/Marburg unterstützt die Blockupy-Proteste in Frankfurt/Main. Gemeinsam werden wir mit vielen weiteren Genossinnen und Genossen aus dem Bundesgebiet am Donnerstagmorgen nach Frankfurt fahren und dafür sorgen, dass den Herrschenden -wenn auch nur für einen oder zwei Tage- kräftig in den Arsch getreten wird!
Doch den DemonstrantInnen muss es klar sein, dass solche Protesttage nachhaltig nur symbolische Wirkung haben und der materielle Schaden des Finanzkapitals in ertragbaren Grenzen bleibt. Wirkungsvoller Widerstand gegen die neoliberalen Finanzjongleure und den Kapitalismus lässt sich nur entfalten, wenn die ArbeiterInnenklasse in die Kämpfe mit eingebunden wird. Denn die ArbeiterInnen sitzen an den Hebeln, die das gesamte Wirtschaftssystem zum Stillstand bringen können - und zwar im Interesse der gesamten werktätigen und lernenden Bevölkerung!
Gleichzeitig ist es uns KommunistInnen wichtig, internationale Solidarität mit den Völkern Europas zu zeigen, die gegenwärtig von Spardiktaten der EU-Troika sozial und ökonomisch ausgeblutet werden. Unsere Forderung für die Blockupy-Proteste ist deshalb:
Solidarität mit den streikenden griechischen Stahlarbeitern!
Seit letztem Oktober stehen die Arbeiterinnen und Arbeiter des griechischen Stahlwerkes Elliniki Chalyvourgia im Streik. Das Stahlwerk in Aspropyrgos
wird seit über einem halben Jahr bestreikt, weil der Unternehmer Manesis massive Lohnkürzungen und Entlassungen durchsetzten will. Dabei hatte das
Werk noch Ende 2011 einen Gewinn von über 250 Millionen Euro gemacht.
Obwohl die Arbeiterinnen und Arbeiter und ihre Familien meist über keinerlei Einkommen verfügen und obwohl der Unternehmer mit Verleumdungen und
Streikbrechern gegen sie vorgegangen ist, haben sie den Forderungen des Eigentümers eine deutliche Absage erteilt.
Durchhalten können sie diesen Kampf nur durch Solidarität: denn die Kollegen in Aspropyrgos sind auf Unterstützung durch Geld- und Lebensmittelspenden angewiesen- sie bekommen kein Streikgeld.
"Ein Symbol für die griechische Arbeiterklasse"
Während deutsche Banken durch „Rettungsschirme“ ihre Milliardeninvestitionen gesichert wissen, stehen die Arbeiterinnen und Arbeiter in Aspropyrgos einen Kampf aus, der sich gegen Verarmung und Arbeitslosigkeit richtet. Während deutsche Medien über "Hilfspakete" und "faule Griechen" schwadronieren, ist die griechische Arbeiterklasse beispiellosen Angriffen auf ihre Rechte ausgesetzt. Der Kampf der Stahlarbeiter ist ein Symbol für die griechische Arbeiterklasse, die sich in den Betrieben organisiert gegen die massiven Sozial-, Renten- und Lohnkürzungen wehrt. Es macht deutlich, wovor die Kapitalisten am meisten Angst haben: Sie fürchten sich vor Organisation und Solidarität unter den Arbeiterinnen und Arbeitern.
Solidarität gegen die Zukunftskiller!
Von der Politik der Troika und der griechischen Regierung sind besonders Jugendliche betroffen. Sie können ihre Schul- und Hochschulbildung nicht mehr bezahlen und müssen schlechte und befristete Jobs annehmen - falls sie bei 21 % Arbeitslosenquote und 50% Jugendarbeitslosigkeit überhaupt einen Job finden. Es zeigt sich: In Armut und Perspektivlosigkeit lassen sich die Grundrechte der Jugend auf Bildung, Ausbildung und Arbeit, nicht umsetzen. Ob in Deutschland oder in Griechenland, es gilt: Solidarisieren wir uns mit den Streiks in den Betrieben, solidarisieren wir uns gegen die Zukunftskiller!
Solidarität ist eine Waffe!
Wenn die Bundeskanzlerin "Deutschland gestärkt aus der Krise hervorgehen" lassen will, dann hofft sie auf Sozialpartnerschaft, Standortdenken und nationalistische Spaltung. Unsere Antwort darauf ist Solidarität und Widerstand: in Aktionen für kostenlose Bildung, in Tarifrunden für Übernahme und höhere Ausbildungsvergütung- überall da leisten wir Widerstand gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Arbeiterklasse in Deutschland und in Griechenland. Denn Deutschland ist Lohndrücker ganz Europas- Unsere Niedriglöhne machen die Exportoffensive des deutschen Kapitals erst möglich und erhöhen den Druck auf die griechischen Arbeitsbedingungen. Unsere Zukunftskiller sitzen im Kanzleramt, im Frankfurter Bankenviertel und den Zentralen der Konzernen. Und unsere Waffe gegen die Zukunftskiller ist unsere Solidarität. Nehmen wir den 1. Mai und die "Blockupy"-Aktionstage gegen die europaweite Verarmungspolitik zum Anlass, den gemeinsamen Widerstand aller Arbeiterinnen und Arbeiter
zu stärken!
Wir rufen dazu auf, Spenden für die streikenden griechischen Stahlarbeiter zu sammeln!
Solidarität mit den streikenden griechischen Stahlarbeitern!
Stärkt die Streikkasse!
Spendenkonto:
Michael Beltz, Spendenkonto
Theorie und Praxis,
Konto-Nr. 419 702,
Sparkasse Gießen
BLZ 513 500 25
Stichwort: „Griechenland"
Abfahrt:
Wir versuchen, am Donnerstagmorgen mit dem Zug anzufahren: 09:35 Uhr (Marburg) bzw. 09:53 Uhr (Giessen).
comandante - 16. Mai, 16:00


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